Franchise trifft Markenführung
Wie wir Deutschlands meistgebautes Markenhaus über mehr als ein Jahrzehnt als Marke geführt und sein Franchise-System gesteuert haben.
Town & Country Haus Lizenzgeber GmbH
Franchise / Massivhausbau
2008 – 2021
DACH-Raum; B2B & B2C
Herausforderung
Wo der Schuh drückte
Eine Marke, über 300 selbstständige Partner, drei Länder – und ein Versprechen, das überall gleich klingen muss. Genau das ist die Königsdisziplin im Franchise: Wie führt man eine starke nationale Marke, ohne den regionalen Partnern die Luft zum Atmen zu nehmen? Town & Country Haus wuchs schnell und erfolgreich – und mit dem Wachstum wuchs die Aufgabe, Marketing, Kommunikation und Vertrieb über das gesamte System hinweg konsistent, fair finanziert und zentral steuerbar zu machen.
Gefragt war kein einzelner Kanal und keine einzelne Kampagne, sondern eine tragfähige Marketing- und Markenarchitektur: ein einheitliches Erscheinungsbild für Zentrale und Partner, ein gerechtes Finanzierungsmodell für nationale wie regionale Werbung, belastbare Medienpartnerschaften in D, A und CH – und eine Organisation, die das alles operativ trägt. Dazu kam der Anspruch, die Marke nicht nur zu pflegen, sondern strategisch so weiterzuentwickeln, dass sie Systemwachstum erzeugt: für neue Partner und für deren Kund:innen.
Aus erster Hand
Ein Franchise-System zu führen heißt, zwei Dinge gleichzeitig zu schaffen: maximale Markenstärke nach außen und maximale Verlässlichkeit nach innen. Bei Town & Country haben wir genau dort angesetzt – ein einheitliches CI/CD, das jeder Partner mittragen kann, ein faires Umlagesystem für die Gemeinschaftswerbung und eine zentrale Steuerung, die regionale Werbung und nationale Kampagnen ineinandergreifen lässt. Über mehr als ein Jahrzehnt haben sich Marke, Mediastrategie und Systemwachstum immer weiterentwickelt – und wir haben sie mitentwickelt. Genau das verstehen wir unter Markenführung: nicht verwalten, sondern gestalten, planen und kontrollieren – Jahr für Jahr, KPI für KPI.
Sebastian Reif, Vorstand RFM MediaMix AG
Strategie
So haben wir es gemacht
Eine Marke, ein Erscheinungsbild – für Zentrale und Partner
Am Anfang stand die Frage, für die jedes Franchise früher oder später eine Antwort braucht: Wofür steht die Marke – und wie sieht das überall gleich aus? Wir haben die Markenpositionierung geschärft und daraus ein einheitliches Corporate Identity / Corporate Design für Zentrale und Partner abgeleitet. Logo, Bildsprache, Tonalität, Werbemittel: alles aus einem Guss, vom nationalen TV-Spot bis zur regionalen Partneranzeige. So konnte ein Interessent in Flensburg dieselbe Marke erkennen wie eine Familie in München – und jeder Partner profitierte von der Strahlkraft des Ganzen, statt sein eigenes Süppchen zu kochen.
Markenführung haben wir dabei nie als reines Verwalten verstanden. Wir haben die Marke strategisch weiterentwickelt – mit Blick auf Systemwachstum. Jede Maßnahme zahlte auf zwei Ziele ein: mehr qualifizierte Bauherr:innen für die Partner heute und mehr attraktive Partner für das System morgen.
Eine Organisation, die das System trägt – und Partner, die sie nutzen können
Eine Marke dieser Größe lebt nicht von guten Ideen allein, sondern von Strukturen, die sie tragen. Wir haben die interne Organisation für Marketing, Kommunikation und Partnersysteme aufgebaut – mit klaren Zuständigkeiten für nationale wie regionale Werbung – und das Franchise-System in den Bereichen Marketing und Vertrieb operativ gesteuert. Das hieß: Prozesse definieren, Verantwortlichkeiten klären, Schnittstellen zwischen Zentrale und Partnern schaffen und die ganze Maschinerie am Laufen halten. Begleitet wurde das durch eine kontinuierliche Strategiebetreuung – wir saßen nicht nur am Reißbrett, sondern dauerhaft mit am Tisch.
Damit die beste Strategie auch in der Fläche ankommt, haben wir die Partner befähigt: In Schulungen haben wir vermittelt, wie sich Marke, Werbemittel und Vertriebsansatz vor Ort markenkonform und wirksam einsetzen lassen. So wurde aus zentralen Vorgaben gelebte Praxis – an jedem einzelnen Standort.
Faire Finanzierung der Gemeinschaftswerbung
Werbung im Franchise ist immer auch eine Frage der Gerechtigkeit: Wer zahlt wie viel – und was bekommt er dafür? Wir haben ein Umlagesystem für Gemeinschaftswerbungen entwickelt, das genau diese Frage transparent beantwortet, und parallel die Finanzierung der nationalen Werbemaßnahmen aufgesetzt. Das Ergebnis war ein Modell, in dem nationale Marken-Power und regionale Sichtbarkeit zusammenfinden – nachvollziehbar kalkuliert und so gestaltet, dass jeder Partner wusste, wofür sein Beitrag arbeitet. Das schafft etwas, das im Franchise unbezahlbar ist: Akzeptanz. Denn Gemeinschaftswerbung funktioniert nur, wenn die Gemeinschaft sie mitträgt.
Mediaplanung und Medienpartnerschaften über alle Kanäle
Den gesamten Media-Part haben wir verantwortet: Planung, Aussteuerung und Kontrolle aller Werbemaßnahmen – inklusive Budgetplanung und Budgetkontrolle nach KPI. Jeder Euro wurde gegen ein Ziel geplant und gegen ein Ergebnis gemessen. Die passende Kreativagentur haben wir gesucht, ausgewählt und in ihrer Arbeit gesteuert, damit Kreation und Mediastrategie in dieselbe Richtung ziehen.
Den Mediamix haben wir konsequent kanalübergreifend aufgespannt – TV und Bewegtbild für Reichweite und Emotion, Kino für die große Bühne, Audio für die Begleitung im Alltag, Online und Performance-Marketing für messbare Aktivierung und Print für regionale Tiefe. Möglich wurde diese Bandbreite durch den Aufbau strategischer Medienpartnerschaften mit Medienhäusern und Mediengruppen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese Partnerschaften verschafften der Marke nicht nur Konditionen, sondern Zugänge zu Umfeldern und Formaten, die mit klassischer Einzelbuchung kaum erreichbar gewesen wären.
Reichweite, die im Kopf bleibt
Zwei Aktivierungen stehen exemplarisch für diesen Ansatz. Bei der McDonald's-Monopoly-Aktion brachten wir die Marke in eine der reichweitenstärksten Promotion-Plattformen des Landes – mit einem Town-&-Country-Haus als Hauptgewinn, der die Marke unmittelbar mit dem großen Traum vom Eigenheim verknüpfte. Und bei der Traumhaus-Verlosung im Rahmen von RTL „Punkt 12" wurde dieser Traum in einem starken TV-Umfeld erlebbar – Tag für Tag, mitten in der Zielgruppe.
Beide Aktionen zeigen, worum es uns ging: Ein Massivhaus ist kein Impulskauf. Es ist die größte Entscheidung im Leben vieler Menschen. Genau deshalb braucht die Marke emotionale, reichweitenstarke Momente, in denen sie positiv besetzt wird – lange bevor die konkrete Kaufentscheidung ansteht.
Haltung zeigen: Sponsoring und Stiftung
Markenführung endet nicht beim Werbespot. Wir haben Sponsoring-Engagements und die Kommunikation rund um das gesellschaftliche Engagement der Marke – einschließlich der Stiftungsarbeit – in die Gesamtstrategie eingebunden. Das zahlte auf etwas ein, das gerade beim Hausbau zählt: Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Eine Marke, die Verantwortung übernimmt, wird als Partner für die wichtigste Investition des Lebens anders wahrgenommen als ein reiner Anbieter.
Kommunikation – auch wenn es eng wird
Eine starke Marke zieht Aufmerksamkeit an – und nicht jede davon ist freundlich. Wir haben Medienangriffe abgewehrt, Krisenkommunikation geführt und Pressearbeit in alle Richtungen verantwortet: gegenüber Publikums- und Fachmedien, gegenüber den Partnern und nach innen. Gerade in einem System mit über 300 selbstständigen Partnern ist es entscheidend, im Ernstfall mit einer Stimme zu sprechen, schnell zu reagieren und die Deutungshoheit nicht aus der Hand zu geben. Diese Verlässlichkeit in kritischen Momenten war Teil unseres Mandats – und einer der Gründe, warum die Zusammenarbeit über mehr als ein Jahrzehnt Bestand hatte.
Das System zusammenbringen: Systemtagungen
Und schließlich haben wir Systemtagungen mit bis zu 500 Teilnehmer:innen vorbereitet, geplant und durchgeführt. Das sind die Momente, in denen aus über 300 einzelnen Partnern ein gemeinsames System wird: Strategie wird vermittelt, Erfolge werden gefeiert, neue Maßnahmen werden ausgerollt und der Zusammenhalt wird gestärkt. Hinter so einem Termin steckt von der Dramaturgie über Bühne, Technik und Programm bis zur Inszenierung der Marke ein komplettes Projekt – und genau das haben wir Jahr für Jahr verantwortet. Über mehr als ein Jahrzehnt – und für einzelne Partner bis heute.
Was bleibt – Ergebnisse unserer Arbeit.
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300
Franchise-Partner unter einheitlichem CI/CD
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500
Teilnehmer:innen bei Systemtagungen
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Nr. 1
Deutschlands meistgebautes Markenhaus
Sebastian Reif
Gründer
Wir freuen uns schon auf Ihr Projekt!
Wäre es nicht schön, wenn Sie in nur 30 Minuten genau wüssten, welche Kanäle für Ihre Marke wirklich wirken – und wie Sie Ihr Werbebudget effizienter einsetzen könnten?
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